2010
04.14

Mein Fahrlehrer hat mir heute eine harte Geschichte erzählt, die einem seiner Freunde wohl tatsächlich so widerfahren ist.

Sein Kumpel leistete seinen Wehrdienst beim Heer ab, es wird ein Manöver in der Nähe der deutsch-holländischen Grenze geprobt. Die Jungs nehmen die Gelegenheit wahr und fahren mit dem Panzer zu McDonald’s … in Holland! Als wenn es noch nicht cool genug wäre mit einem deutschen Panzer in Holland einzumarschieren toppt der Typ die Sache nochmal indem er beim McDrive oben die Luke des Panzers öffnet, den Kopf herausstreckt und mit den Worten “Wir sind wieder da!” das McDonald’s-Personal freundlich begrüßt.

Das daraufhin folgende Disziplinarverfahren war meiner Ansicht nach den Spaß voll und ganz wert.

2010
04.13
Lange stand nicht fest ob Apple Opera Mini auf den Zutritt zum AppStore gewähren würde. Vergangene Nacht dann die Überraschung: Opera Mini wurde zugelassen. Ich habe diese Browseralternative mal getestet.
Pro:
Opera hat vorher in einem Video bereits demonstriert wie viel schneller der Browser Internetseiten lädt. Dies kann ich in vollem Umfang bestätigen. In meinem Vergleich wurde mein iPhone 3GS von einem iPhone 3G vernichtend geschlagen (Beide im T-Mobile-Netz über EDGE). Die schnelle Ladezeit kommt dadurch zustande, dass Opera die Seiten nicht direkt aufruft sondern diese erst durch den Opera Server komprimiert und erst danach auf das iPhone lädt. In den Einstellungen kann die Bildqualität getweaked werden, wodurch die Geschwindigkeit nocheinmal erhöht wird.
In Mobile Safari lässt sich der Text der Websites nicht ohne weiteres nach einem Stichwort durchsuchen. Bei Opera Mini ist diese Funktion fest integriert.
Anders als in Mobile Safari, lassen sich Links in Opera Mini durch längeres antippen auch in einem neuen Tab öffnen.
Opera’s Browser bietet ebenfalls die Möglichkeit Websites zu speichern und somit offline Verfügbar zu machen. Auch der Verlauf wird gespeichert und kann eingesehen werden.
Opera kann zudem Websites abgespeckt darstellen, ähnlich wie der Google Mobilizer.
Ein weiteres nützliches Feature: Sobald eine Stelle im Text markiert wird erscheint sofort die Option den Begriff zu googlen.
Zur Startseite können 9 Shortcuts zu Websites hinzugefügt werden, die als Thumbnails dargestellt werden. Dies finde ich geschickter gelöst als bei Mobile Safari.
Contra:
Die Usability ist der Schwachpunkt von Opera Mini.
Ein stufenloses zoomen durch “Pinch to Zoom” ist sogesehen nicht möglich. Egal welche Geste man mit 2 Fingern auf dem Display ausführt wird immer komplett zum Text hin oder vom Text weg gezoomt. Es spielt dabei keine Rolle ob man den Bildschirm mit 2 Fingern antippt, die Finger spreizt oder zusammenzieht. Dabei stört mich am meisten, dass auch zum Text hin gezoomt wird wenn ich die Finger zusammenziehe, das ist einfach unlogisch. Die Multitouch-Fähigkeit wird somit quasi überhaupt nicht genutzt. Auch beim doppelten antippen von Textpassagen wird nicht immer genau auf den Textblock gezoomt.
Das Design der Websites wird in Opera Mini nicht immer exakt dargestellt, anders als ich es von Mobile Safari gewohnt bin.
iPhone-Nutzer haben sich auch daran gewöhnt dass in nahezu jeder App das Ende einer Seite noch ein wenig nachscrollt und nicht abrupt gestoppt wird. Umso enttäuschender ist es, dass Opera Mini einfach am Ende der Internetseite stoppt und nicht noch “flowig” ein Stück weiterscrollt. Da komme ich mir vor wie auf einem Android-Handy.
Das Einstellungsmenü hätte gut im iPhone-Design umgesetzt werden können. Stattdessen verwendet Opera sein eigenes, so gar nicht iPhone-konformes Menü-Design.
Opera Mini verwendet auch nicht das klassische Menü für Copy’n'Paste, sondern bietet eine eigene, gewöhnungsbedürftige Technik zur Markierung von Text.
Fazit:
Ich denke ich werde Opera Mini verwenden sobald ich mein monatliches Drosselungs-Limit bei T-Mobile erreicht habe, da ist der Geschwindgkeitsboost dieses Browsers sicher deutlich zu spüren.
Sonst werde ich jedoch weiter Mobile Safari als Standardbrowser verwenden, die Usability ist einfach so schön angenehm.

Lange stand nicht fest ob Apple Opera Mini auf den Zutritt zum AppStore gewähren würde. Vergangene Nacht dann die Überraschung: Opera Mini wurde zugelassen. Ich habe diese Browseralternative mal getestet.

Pro:

Opera hat vorher in einem Video bereits demonstriert wie viel schneller der Browser Internetseiten lädt. Dies kann ich in vollem Umfang bestätigen. In meinem Vergleich wurde mein iPhone 3GS von einem iPhone 3G vernichtend geschlagen (Beide im T-Mobile-Netz über EDGE). Die schnelle Ladezeit kommt dadurch zustande, dass Opera die Seiten nicht direkt aufruft sondern diese erst durch den Opera Server komprimiert und erst danach auf das iPhone lädt. In den Einstellungen kann die Bildqualität getweaked werden, wodurch die Geschwindigkeit nocheinmal erhöht wird.

In Mobile Safari lässt sich der Text der Websites nicht ohne weiteres nach einem Stichwort durchsuchen. Bei Opera Mini ist diese Funktion fest integriert.

Anders als in Mobile Safari, lassen sich Links in Opera Mini durch längeres antippen auch in einem neuen Tab öffnen.

Opera’s Browser bietet ebenfalls die Möglichkeit Websites zu speichern und somit offline Verfügbar zu machen. Auch der Verlauf wird gespeichert und kann eingesehen werden.

Opera kann zudem Websites abgespeckt darstellen, ähnlich wie der Google Mobilizer.

Ein weiteres nützliches Feature: Sobald eine Stelle im Text markiert wird erscheint sofort die Option den Begriff zu googlen.

Zur Startseite können 9 Shortcuts zu Websites hinzugefügt werden, die als Thumbnails dargestellt werden. Dies finde ich geschickter gelöst als bei Mobile Safari.

Kontra:

Die Usability ist der Schwachpunkt von Opera Mini.

Ein stufenloses zoomen durch “Pinch to Zoom” ist sogesehen nicht möglich. Egal welche Geste man mit 2 Fingern auf dem Display ausführt wird immer komplett zum Text hin oder vom Text weg gezoomt. Es spielt dabei keine Rolle ob man den Bildschirm mit 2 Fingern antippt, die Finger spreizt oder zusammenzieht. Dabei stört mich am meisten, dass auch zum Text hin gezoomt wird wenn ich die Finger zusammenziehe, das ist einfach unlogisch. Die Multitouch-Fähigkeit wird somit quasi überhaupt nicht genutzt. Auch beim doppelten antippen von Textpassagen wird nicht immer genau auf den Textblock gezoomt.

Das Design der Websites wird in Opera Mini nicht immer exakt dargestellt, anders als ich es von Mobile Safari gewohnt bin.

iPhone-Nutzer haben sich auch daran gewöhnt dass in nahezu jeder App das Ende einer Seite noch ein wenig nachscrollt und nicht abrupt gestoppt wird. Umso enttäuschender ist es, dass Opera Mini einfach am Ende der Internetseite stoppt und nicht noch “flowig” ein Stück weiterscrollt. Da komme ich mir vor wie auf einem Android-Handy.

Das Einstellungsmenü hätte gut im iPhone-Design umgesetzt werden können. Stattdessen verwendet Opera sein eigenes, so gar nicht iPhone-konformes Menü-Design.

Opera Mini verwendet auch nicht das klassische Menü für Copy’n'Paste, sondern bietet eine eigene, gewöhnungsbedürftige Technik zur Markierung von Text.

Fazit:

Ich denke ich werde Opera Mini verwenden sobald ich mein monatliches Drosselungs-Limit bei T-Mobile erreicht habe, da ist der Geschwindgkeitsboost dieses Browsers sicher deutlich zu spüren.

Sonst werde ich jedoch weiter Mobile Safari als Standardbrowser verwenden, die Usability ist einfach so schön angenehm.

2009
10.14

Wer gerne Blogs liest und nichts verpassen möchte, kommt nicht um einen Feedreader herum. Als Feedreader verwende ich auf dem iPhone derzeit Newsstand. Vorher habe ich die browserbasierte Version des Google Readers benutzt, was eigentlich auch sehr gut funktioniert hat. Newsstand synchronisiert automatisch alle Inhalte mit dem Google Reader. Dieses Feature hat genau meinen Anforderungen entsprochen, es wäre mühsam geworden alle RSS-Feeds nochmal in der App einzupflegen. Newsstand gibt es für 3,99 € im App Store zu kaufen.

Newsstand bietet zwei verschiedene Ansichten an. Zum einen die ganz normale, übersichtliche Listenansicht und zum anderen die Zeitungsstand-Ansicht. In letzterer bekommt man einen waschechten virtuellen Zeitungsständer präsentiert. Die letzten Blog-Einträge stellen die Schlagzeile dar, kleine Post-Its an den “Zeitungen” weisen auf ungelesene Artikel hin. Durch wischen nach rechts oder links wird der “Zeitungsständer” gedreht und die nächsten Blogs werden präsentiert. Zugegeben, dieses Feature steigert den Komfort nicht unbedingt, allerdings ist es durchaus eine nette Spielerei.

Die Steuerung durch die Blogs funktioniert intuitiv und bedarf keiner weiteren Erklärung. Ungelesene Posts sind iPhone-typisch mit blauem Punkt versehen.

Nun komme ich zu einer Funktion, die mir ganz besonders gut gefällt. Über das “Weiterleiten”-Symbol in den Blogposts besteht die Möglichkeit einen Link zum betreffenden Artikel über diverse Services zu verbreiten. Ich selbst nutze hierbei am liebsten die Twitter-Funktion.
Ich hoffe, dass ich bei der suche nach einem passenden Feedreader behilflich sein konnte.

2009
10.13

Omegle

So, nach langer pause mal wieder ein Blogeintrag von mir. Die Langeweile hat mich dazu getrieben hier mal eine App vorzustellen. Omegle ist ein sehr hilfreicher Partner im Kampf gegen die Langeweile. Sobald man die App startet hat man die Möglichkeit mit anderen, ähnlich gelangweilten Personen aus aller Welt zu chatten. Für 0,79 € ist das Programm im App Store zu erwerben.

Nachdem der Button “Start a conversation” gedrückt wurde, kann der Spaß eigentlich auch schon los gehen.

Danach ist man auch schon mittendrin. Man kann die Person wahlweise aufs gröbste beleidigen oder normal begrüßen, das bleibt jedem selbst überlassen. Natürlich trifft man auch auf allerhand perverses Gesocks, aber damit war ja zu rechnen.

Ich habe dort schon mit Personen aus China, Paraguay, Portugal, England und vielen weiteren Ländern geschrieben. Omegle ist auch als browserbasierte Version verfügbar für alle die bisher nicht in den Genuss eines iPhones gekommen sind.

2009
08.25

Mittwoch abends stellt sich meist die Frage, was ich nach Feierabend noch so machen könnte. Besser gesagt sie stellt sich im Prinzip nicht mehr, da es sich so eingebürgert hat, mit ein paar Freunden ins Kino zu gehen. Welcher Film gesehen wird ist kein Streitpunkt, es geht immer in die Überraschungspremiere. Die Meinungsverschiedenheiten treten erst bei der Frage auf, wer im Auto vorne sitzen darf. Obowohl die Shotgun-Regeln allgemein anerkannt sind, herrscht oft Unklarheit. Auch versucht man an der Kinokasse möglichst alle Bonuspunkte von Personen ohne Bonuskarte einzusacken.

Offiziell wird die Überraschungspremiere  Sneak Preview genannt. Der Eintritt kostet 4, 50 € und es ist vorher nicht mit Sicherheit herauszufinden, welcher Film laufen wird. Man kann sich nur daran orientieren, welche Filme in anderen Kinos kurze Zeit vorher “gesneakt” wurden.

Wir kaufen uns im Kino schon lange nichts mehr, eher fahren wir vorher bei Edeka vorbei und decken uns mit Chips und Cola ein oder kochen unsere eigene Käsesoße für Nachos.

Im Kino trifft man immer auf die gleichen Deppen. Alles Leute, die Mittwoch abends nichts besseres zu tun haben. Unter denen gibt es dann die Harcore-Sneaker, die vermutlich noch nie eine Sneak in ihrem Leben verpasst haben. Das zeugt von ungeheurer Ausdauer. Sollte sich doch irgendwann mal jemand Fremdes in die Sneak verirren, wird dieser aufs gröbste von zwei Witzbolden Entertainern aufs Korn genommen, damit sie auch ja nicht das nächste Mal wieder auftachen. Da bleibt keine sexuelle Vorliebe mehr geheim, nur um eine Freikarte zu ergattern. Die Witze der zwei Moderatoren gehen meist auf kosten anderer Personen, gerne auch unter die Gürtellinie, was immer das größte Gelächter hervorruft. Nach einem abschließenden Quiz hat man entweder Freikarten, Poster oder Schrottpreise gewonnen.

Dann geht der spannende Teil des Abends los. Nein, der Film ist selten spannend, eher die Frage welcher Film wohl laufen mag. Da gibt es nur die Möglichkeiten überdurchschnittlich unterdurchschnittlich und ganz okay. Die Hoffnung einen echten Blockbuster zu sehen besteht eigentlich kaum. Umso größer ist dann natürlich die Freude, wenn doch mal ein guter Low-Budget-Film gezeigt wird. Wir haben noch nie eine Sneak während des Films verlassen, obwohl es eineige Filme nur verdient hätten.

Ich habe mich selbst oft gefragt, was mich so oft dort hin treibt. Die Filme können es jedenfalls nicht sein. Vermutlich ist es die Gewohnheit in Verbindung mit Langeweile. Und das Zusammensein mit Freunden.

2009
08.21

In letzter Zeit häufen sich immer mehr die Anzeichen dafür, dass die etablierten Parteien ernsthafte Angst vor der Piratenpartei bekommen. Anders lässt sich nich erklären, wieso die Grünen oder die FDP so ihre Position gegen das Zugangserschwerungsgesetz beteuern. Sicherlich war diese Haltung schon vor dem Auftreten der Piratenpartei vorhanden, jedoch hat sie vorher nicht diesen Stellenwert im Programm eingenommen.

Die Grünen werben schon auf der Startseite ihrer Internetpräsenz mit ihrem Einsatz für die Freiheit und die Wichtigkeit von Datenschutz. Da stellt sich mir nur die Frage, wieso so viele Grüne sich enthalten haben haben, als es um das Zugangserschwerungsgesetz gegangen ist. Es sieht nach einem verzweifelten Versuch aus, die Grünen Stammwähler bei der Stange zu halten um diese nicht an die Piraten zu verlieren. Ich muss bei diesem Vorgehen ein wenig an Stromberg denken (ab 12:53 “Stromberg will auch das mit dem Team!”).

Der FDP kaufe ich schon eher ab, dass sie ernsthaft für die Bürgerrechte einsteht, wenigstens haben alle Beteiligten gegen das Zugangserschwerungsgesetz gestimmt. So 100% Bürgerrechts-konform, wie die FDP gerne wäre, ist sie aber eben doch nicht. Die Zustimmung zum großen Lauschangriff im Jahre 1998 war zwar zwar innerhalb der FDP umstritten, aber letztendlich hat man sich doch gegen die Bürgerrechte entschieden.
Deshalb nehmen die JuLis die Piraten so sehr als Bedrohung wahr, dass sie einen Arguliner unter ihren Mitgliedern verteilt haben, der unglückliger Weise geleakt wurde. In dem heißt es, man solle die Piratenpartei wenn möglich gar nicht erst im Wahlkampf erwähnen, um deren Bekanntheitsgrad nicht noch weiter zu steigern. Quasi totschweigen. Die Liberalen scheinen die Gefahr das Potenzial zu erkennen, das die Piratenpartei mit sich bringt.

Von CDU und SPD brauche ich vermutlich gar nicht erst anfangen, die Piratenpartei ist ihr Albtraum. Es muss der Horror sein auf einmal einer Horde von selbst denkenden, netzaffinen Bürgerrechtlern gegenüber zu stehen, die wissen wovon sie sprechen. Die Angst geht so weit, dass man in der Union teilweise schon dazu übergeht piratige Wahlkampf-Plakate zu überkleben. Ich bin mir sicher, bei der SPD hätte sich die Union dies nicht getraut. Aber mit der kleinen Piratenpartei kann man’s ja machen, das sind ja eh nur IT-Nerds.

2009
08.17

Ich habe heute einen Kommentar bei den seriösen Shortnews gelesen, den ich  hier auch mal publizieren möchte. Er ist meiner Meinung nach sehr zutreffend, was die Piratenpartei angeht.

Flexibell:

Euer ganzes Haus wird weggeschwemmt?
Und ihr diskutiert über die Tapete auf dem Dachboden…?

Jetzt kommt ein Pirat des Wegs und sagt: kein Wunder, euer Haus steht im Wasser, da müßt ihr was ändern…!
Baut doch mal ein Haus auf festem Untergrund!

Und ihr fangt an rumzuheulen:
Du bist keine Alternative!
Du hast ja gar keine Tapetenmuster dabei…

Einfach mal drüber nachdenken! :)

2009
08.13

Freitag Nachmittag vor ca 6 Jahren. Der Rucksack ist bis oben hin voll mit Kabeln, Fesplatten, Chips, Keksen, Maoam und MezzoMix. Ich hiefe meinen 17″ Röhrenmonitor und den Tower in die A-Klasse meiner Mutter. Ich nerve die Selbige aufs gröbste, ich will schließlich der Erste sein und den besten Platz ergattern. Irgendjemand muss immer in den Sitzsack, und der will ich diesmal nicht sein. Die Straße strotzt nur so vor Schlaglöchern, was mir den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Bei jedem Schlagloch habe ich das Gefühl einen Transistor vom Mainboard brechen zu hören. Wir sind da, eingermaßen Glück gehabt, ich bin der zweite. Irgendein Depp kommt ja jedes Mal schon um 16 Uhr, wenn ausdrücklich gesagt wurde, dass es um 18 Uhr los geht. Gemeinschaftlich wird das Auto leergeräumt, die Person, die den Bildschirm schleppen muss ist in meinen Gedanken der Looser. Noch schnell der Mama tschüss gesagt, sie verabschiedet sich wie immer mit den Worten “Viel Spaß, bis Morgen!”.

Ich steige hinab in den Keller und beginne mit dem Aufbau, als das erste Problem auftaucht. Fuck, das LAN-Kabel, immer das gleiche, ich wusste doch, dass ich was vergessen hab! Diesmal habe ich jedoch das Glück, der Gastgeber hat noch eins auf Vorrat. Erleichterung macht sich breit, die Maschine fährt hoch, die Schlaglöcher waren wohl doch nicht so groß. Welche IPs habt ihr? Nein, ich will die 23! Pff, dann bin ich halt die 68! Erste Amtshandlung an diesem Abend: den Esel anschmeißen und die DSL 1000 Flatrate genießen, die mir Zuhause nicht zur Verfügung steht. Warum ist mein Rechner so lahm? Ahjo, hätte vielleicht nicht C: im Netz freigeben sollen. Ich schau mich um und sehe auf allen 8 Bildschirmen leere Kopierbalken mit dem Titel “Noch 250 Minuten verbleibend”. Es dauert nicht lange und die Tür fliegt auf: “Eselkontrolle, zeig mir deine Traybar!”. Zugegeben, durch mich war die Internetverbindung ein wenig gedrosselt. Nachdem jeder die externe Fesplatten einmal angestöpselt und sich bedient hat, kann das zocken eigentlich los gehen.

Eigentlich. Ein spezieller Kandidat kommt nicht ins Netzwerk. Er wird den ganzen Abend nicht ins Netzwerk kommen, da er seine Firewall nicht abgeschaltet bekommt und ist so schutzlos dem Gespött aller anderen ausgeliefert. Egal, Counter-Strike gegen Bots macht ja auch Spaß! Es wird gebrüllt, gejubelt, Taktiken durch den Raum gerufen, wieder gebrüllt weil jemand auf fremde Bildschirme schaut und sich gegenseitig des cheatens beschuldigt. Wenn selbst die Vergabe von lustigen Nicknames keinen Spaß mehr bringt, wird es dringend Zeit für Abwechslung. Für solche Situationen bin ich natürlich gewappnet und lasse diverse Trojaner von einschlägigen Script-Kiddy-Seiten aufs Netzwerk los. Da fahren wie von Geisterhand PCs herunter, Start-Buttons verschwinden und CD-Laufwerke springen auf. Das Gepiepse von AntiVir löst jedes mal große Euphorie aus. Irgendwann wird sogar das langweilig.

Zeit für ein neues Spiel! Als Strategie-Alternative kommt eigenltich nur eine Tower-Defense-Map in Warcraft III in Frage. Auch hier wird natürlich beschimpft und ausgelacht, wer die Creeps durchlässt. Mittlerweile ist es schon 5:00 und den ersten leuten fallen die Augen zu. Der Kopf des Single-Player-Zockers sackt auf die Tastatur, was laute Pieptöne zur Folge hat. Er wacht unweigerlich auf. Ungefähr die Hälfte der Teilnehmer ist geistig nicht mehr anwesend. Der harte Kern geht über zur Königsdisziplin: Serious Sam The Second Encounter im Coop-Modus durchspielen. Durch den Raum tönt “Ehextraa Laahiiif” während Skelettpferde, kopflose Boxer, Harpien, Bernd das Brot, und wildgewordene Bullen auf mich / uns zustürmen. Ich knalle dem Endboss ein Paar Kanonenkugeln, Plasmageschosse, Raketen und Granaten in die Fresse, nach einem großen Blitz ist er verschwunden und mir ist wieder langweilig.

Mittlerweile bin ich auch bis oben hin vollgestopft mit Chips & Co, der MezzoMix ist gereift, lauwarm und ohne Kohlensäure. Ich bin auch schon ziemlich fertig, ich ziehe Rechtecke auf dem Desktop. Meine Augen schwellen an, hätte ich mal nicht darin rumgerieben. Ich kann zwar fast nichts mehr sehen, aber mit einem Messer im Rücken gehe ich noch lange nicht nach Hause, erstmal noch ne Runde Diablo II! Am nächsten Tag wird nach dem Schlafen mein Auge wegen der Tränenflüssigkeit völlig zusammenkleben! Ab 9 Uhr ist es eigentlich nur noch eine einzige Warterei auf die Mutter. Die Zeit versuche ich eventuell durch ein wenig zocken zu versüßen. Es ist nur noch eine einzige Qual, ich bin fast Blind. Natürlich muss meine Mutter die letzte sein. Egal, Hauptsache ich bin erlöst. Zuhause angekommen wird zuerst der PC wieder aufgebaut, erst danach geht es ab ins Bett! Der komplette Samstag wird mit schlafen verbracht und abends geht das Spiel für die ganz krassen unter uns wieder von vorne los.

2009
08.13

Ich musste soeben lachen. Das kam dadurch, dass mein Arbeitskollege Enes mir dieses Chatlog gezeigt hat. Zum Hintergrund: Timbel wollte sich mit einem Mädchen treffen und Enes erkundigt sich, wie es gelaufen ist.

[16:08] Enes: und wie siehts aus?
[16:08] Enes: haste besuch bekommen?
[16:09] Timbel: jo hab sie getroffen, sie sah nich gut aus ungeschminkt, hat irgendwie genuschelt das ich 0 verstanden hab
[16:09] Timbel: bin dann irgendwann umgedreht als wir spazieren gegangen sind und einfach weggelaufen
[16:10] Enes: waaaasssssssss?????????
[16:11] Enes: hahahahahahahahahahahahahahahaha
[16:11] Enes: :’D:’D:’D
[16:11] Enes: du bist echt verrückt
[16:12] Timbel: jo LOL
[16:12] Enes: und genial dazu1^^
[16:12] Enes: haste das wirkich getan?
[16:12] Timbel: war irgendwie schon ne coole aktion
[16:12] Timbel: ja
[16:12] Timbel: aber hat sie auch verdient irgendwie
[16:13] Timbel: nach dem ganzen penetranten verhalten
[16:13] Enes: haammmaaaaaa
[16:13] Enes: du bist echt genial micha
[16:13] Timbel: :-D :-D:-D
[16:14] Timbel: hab grad auch nen lachanfall im nachhinein gehabt
[16:14] Enes: frag mich ma
[16:14] Enes: meine arbeitskollegen haben grad dumm gelookt
[16:14] Timbel: lol
[16:14] Enes: :’D
[16:14] Timbel: hab mich echt mitten im gespräch
[16:14] Timbel: umgedreht
[16:14] Timbel: und bin mit VOLL KARACHO
[16:14] Timbel: los gelaufen
[16:14] Timbel: ohne grund
[16:14] Timbel: LOL
[16:15] Timbel: sie hatte zum glück ihren fetten dackel dabei
[16:15] Enes: mannnoo meter^^
[16:15] Enes: :’D
[16:15] Timbel: mit dem hätte sie mich nich einholen können
[16:15] Timbel: lol
[16:17] Timbel: hat jetzt schon 3 mal versucht mich anzurufen
[16:17] Timbel: ignoriere das einfach
[16:17] Timbel: hoffe ma das hört auf

Danke an Enes für dieses Chatlog!
Ich habe mich köstlich amüsiert.

2009
08.13

Ich stelle hier mal eine Liste der Apps auf, die meiner Meinung nach auf keinem iPhone fehlen sollten.

IM+
Meiner Meinung nach DER Instant Messenger schlechthin. Beejive IM soll zwar gleichwertig sein, ich hatte aber bisher noch keine Möglichkeit mich davon zu überzeugen. Ich nutze IM+ hauptsächlich für ICQ, es werden jedoch auch andere Services wie z.B. Facebook, MySpace, MSN, Twitter oder Skype (nur Chat) unterstützt. Wenn IM+ geschlossen wird, bleiben die Accounts trotzdem online und man bekommt einen Hinweis auf den Bildschirm gebeamt, sobald eine neue Nachricht eingegangen ist. Gerade im Bezug auf Twitter, kenne ich kaum andere Apps, die über @replies oder direkte Nachrichten informieren. Als primärer Twitter-Client taugt IM+ jedoch leider nicht.
Preis: 3,99 €

Fahrplan
Dies ist auf jeden Fall einer der nützlichsten Apps. Da ich noch keinen Füherschein habe, bin ich viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und nehme daher gerne diese App in Anspruch. Mit der Fahrplan-App ist es sehr einfach unterwegs eine Bus/Bahn-Verbindung zu finden. Über GPS werden alle Haltestellen in der Umgebung geortet. Deren Fahrplan kann direkt betrachtet werden.
Preis: kostenlos

Apple Remote
Mit diesem kleinen Tool wird das iPhone einfach zur Fernbedienung für iTunes. Die Steuerung ist dann identisch mit der iPod-Funktion des iPhones.  Das iPhone muss lediglich ins gleiche WLAN eingeloggt sein, wie der PC/MAC auf dem iTunes läuft. Durch die Eingabe eines Codes wird das Gerät authorisiert iTunes zu steuern, ähnlich wie bei der Koppelung von Geräten über Bluetooth. Zu beachten ist, dass in den iTunes-Einstellungen ein Häckchen bei “Nach iPhone/iPod Touch Remotes suchen” gesetzt werden muss.
Preis: kostenlos

VLC Remote
Ähnelt stark Apple Remote, allerdings steuert man hiermit – wie sich unschwer vermuten lässt – den VLC Player. Es ist einfach schön auf der/dem Coch/Bett/Sessel zu sitzen und nicht extra aufstehen zu müssen um den nächsten Film zu starten. Die Verbindung zum PC ist dabei nicht ganz so einfach, wie bei Apple Remote. Vorher muss noch ein wenig eingerichtet werden, aber darauf möchte ich jetzt nicht im Detail eingehen.
Preis: 2,39 €

MobileButler
Mit MobileButler hat man immer die volle Kostenkontrolle, jedenfalls was das iPhone angeht. Die App besorgt sich über die T-Mobile-Homepage die angefallenen Kosten und weitere Vertragsdaten. Dadurch ist diese App natürlich nur zu Geräten im T-Mobile-Netz kompatibel. Zudem sucht MobileButler über GPS Hotspots in der Umgebung, über die das Surfen in den iPhone-Tarifen ja bekanntlich kostenlos ist.
Preis: 1,59 €

Shazam
Egal ob in der Disko, im Radion oder im Fernsehen: Überall laufen Lieder, deren Interpreten und Titel wir unter Umständen nicht kennen. Damit dieser Zustand nicht für immer bleibt, wurde die App Shazam erfunden. Man nimmt einen Ausschnitt des Lieds mit dem iPhone auf. Dieser wird dann vom Server analysiert und das Ergebnis dem Nutzer mitgeteilt. Shazam ist dabei erschreckend präzise. Das Ergebnis kann man dann auch direkt twittern, sich ein Video, das zum Thema passt auf Youtube ansehen, das Lied nochmals auf iTunes probehören bzw. kaufen oder direkt zur Biografie/Discographie des Künstlers wechseln.
Preis: kostenlos

Twitter Clients
Was die Twitter-Clients angeht kann ich keine klare Aussage treffen, ich nutze immer verschiedene Clients, je nachdem worauf ich gerade Lust habe. Ich pendle immer zwischen Tweetie (2,39 €), Tweetdeck (kostenlos) und iTwitter (2,39 €) hin und her. iTwitter unterstützt zwar die Quer-Tastatur (Landscape-Modus), aber das Design von Tweetie gefällt mir besser, wobei die Gruppenfunktion von Tweetdeck auch sehr komfortabel ist. Alle Clients unterstützen die Grundfunktionen wie  das Einbinden von Bildern, @replies, direkte Nachrichten, followen / unfollowen oder das Ansehen von Nutzerprofilen. Jeder muss für sich entscheiden, welcher Client ihm am besten gefällt, meine Auswahl hier ist sowieso nur ein Bruchteil der vorhandenen Twitter-Clients.

PushMail
Wenn man nicht glücklicher Besitzer eines Mobile.Me-Accounts ist und auch keinen anderen vom iPhone unterstützten Mail-Push-Service zur verfügung hat, empfiehlt sich die App PushMail. Man erstellt sich über das iPhone einen Account bei dopushmail.com. Danach richtem an in seinem Mailaccount einen Filter ein, der alle eingehenden Mails an die Adresse <Username>@dopushmail.com weiterleitet. Nun wird man immer direkt benachrichtigt, sobald eine neue Mail eingegangen ist und kann den automatischen Abruf der Mails im Prinzip abschalten.
Preis: 3,99 €

Navigon MobileNavigator
Navigon gefällt mir als Navigationssystem bis jetzt am besten. Sofern der Empfang des GPS-Signals gut  ist, lässt sich damit relativ sicher durch unbekanntes Terrain navigieren. Ich kann das bis jetzt zwar nur aus der Sicht des Beifahrers beurteilen, aber immerhin! Für längere Strecken sollte man in Erwägung ziehen sich ein Autoladekabel zu kaufen, da man sonst mitten in der Pampa eventuell dasteht wie Jesus am Karfreitag und nichtmals telefonieren kann.
Preis: Europa: 79,99 €, D-A-CH: 69,99 €

Rooms
Rooms ist ein komfortabler IRC-Client. Wenn Twitter mal wieder down ist, kann dies eine hervorragende Alternative sein. Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen.
Preis: 1,59 €

AroundMe
Diese App ist ein hervorragendes Verzeichnis von POIs (Points of Interest). Egal, was man in der fremden Umgebung finden möchte, AroundMe weiß wo es lang geht! Die Auswahl reicht von Supermärkten über Krankenhäuser bis hin zu Banken. Die Route zum betreffenden Ort kann man sich dann auch direkt in Google Maps anzeigen lassen.
Preis: kostenlos

TV Select
Was macht man, wenn man abends nichts vor hat? Dann kommt doch auf jeden Fall fernsehen in die engere Auswahl! TV Select bietet dazu umfassende Prgramminformationen und stellt auch jeden Tag die Highlights des Tages vor.
Preis: kostenlos

Wikipanion
Das Wissen der Welt immer in der Hosentasche! Das ist Wikipanion! Man kann diese App als Client für Wikipedia bezeichnen. Natürlich kann man Wikipedia auch einfach über Safari aufrufen, allerdings ergänzt Wikipanion die Online-Variante noch mit ein Paar nützlichen Features wie z.B. einer Autovervollständigung. Generell ist die App schlanker und schneller.
Preis:  kostenlos

Last.FM / Scrobbl
Eins meiner Lieblings-Social-Networks ist Last.FM. Dafür gibt es auch eine passende App, auf der man sein Profil betrachten oder Radiostationen hören kann. Die Titel kann man auch direkt in der App taggen und sich aktuelle Tourdaten des Interpreten anzeigen lassen. Den Besitzern eines jailbroken iPhones kann ich die App Scrobbl empfehlen. Normalerweise werden die Scrobbels erst beim connecten mit iTunes hochgeladen, durch Scrobbl werden diese allerdings live bei Last.FM während des hörens registriert. Es muss lediglich der kleine Scrobbl-Prozess im Hintergrund laufen.
Preis: kostenlos

PhotoSwap
Eine App, die gut als Zeitvertreib taugt. Wie der Name schon sagt werden dadurch Fotos getauscht. Man nimmt ein Foto auf, egal welches Motiv. Dieses Foto wird mit einem Foto einer Person getauscht, die im gleichen Moment auch Eines aufgenommen hat. Dadurch bekommt man teilweise schon interessante und witzige Bilder, aber logischer Weise sind auch einige Perverse mit der App unterwegs. Für die gibt es dann einfach den “Report”-Butten und das Bild wird den Betreibern gemeldet.
Preis: kostenlos

Now Playing
Überkommt einen die spontane Lust mal wieder einen Film im Kino sehen zu wollen, stellt sich die Frage: Welchen? Now Playing kennt fast alle Kinos in der Umgebung und weiß auch ganz genau, wann dort welche Vorstellung zu sehen ist. Für weitere Informationen sind auch alle Filme direkt zur IMDB verlinkt.
Preis: kostenlos

Flop-App: iSPD
Diese App ist von grundauf ulkig. Sie ist durchweg für den Wahlkampf gedacht und hält einen über die neusten Neuigkeiten innerhalb der SPD auf dem laufenden. Einige Funktionen sind allerdings eher befremdlich. Es gibt unter anderem die Möglichkeit sich die aktuellsten Fotos von Frank-Walter Steinmeier anzusehen (im Ernst: Wer will das?) und sich Audio-Aufnahmen von SPD-Fans anzuhören mit so inhaltsschwangeren Botschaften wie “Ich wähle die SPD, weil sie was für die Menschen tut.” oder “Ich wähle die SPD, weil Frank-Walter Steinmeier die bessere Alternative ist.”. Ich bezweifle, dass die SPD durch diesen Wahlkampf-Gag auch nur eine Stimme mehr ergattert.
Preis: dafür würde niemand zahlen, und das weiß die SPD vermutlich.

Natürlich gibt es auch noch einige sehr schöne Spiele für das iPhone, dazu aber andermal mehr!